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AKTUELLPLANET H O.T. Summer Residency
11. Juli – 04. August
05. August – 29. AugustWährend der regulären Sommerschließzeit verlagert PLANET H den Ausstellungsraum an die Fassade des Kunstraums.
Natalia Gurova und Annika Eschmann werden in zwei aufeinanderfolgenden Phasen die beiden hohen Fensterlaibungen des Kunstraums als Interventionsraum nutzen.
Mit Natalia Gurova und Annika Eschmann sind zwei eigenständige künstlerische Positionen zu sehen, die nacheinander an der Schnittstelle von Ausstellungsraum und öffentlichem Raum in Erscheinung treten.
Beide entwickeln jeweils eigene, präzise künstlerische Erzählsprachen, die in ihrer Autonomie bestehen und zugleich in einen subtilen Dialog miteinander treten.

Natalia Gurova Kuvert, Metall, 50 x 35 cm, 2025, Foto: © Klaus Pichler / Wien Museum
Natalia Gurova
Phase 01 / 11. Juli – 04. AugustNatalia Gurova entwickelt skulpturale und installative Arbeiten, die sich zwischen Fiktion, Geschichte und sozialen Strukturen bewegen. Ausgehend von Fragen zu Migration, queerer Identität und Erinnerung untersucht sie mit Materialien wie Holz, Keramik, Metall, Textilien und Fundstücken Prozesse der Fragmentierung, Rekonstruktion und Rekontextualisierung. Ihre Arbeiten oszillieren zwischen Körper und Objekt und eröffnen aus feministischer und queerer Perspektive vielschichtige Erzählungen über Zugehörigkeit und Transformation.
Natalia Gurova, geboren in Belarus, aufgewachsen in Russland, lebt und arbeitet seit 2014 in Österreich. Sie studierte Objekt-Bildhauerei an der Akademie der bildenden Künste Wien und erhielt für ihr Diplomprojekt den Würdigungspreis der Akademie. Ihre Arbeiten waren unter anderem bei der Vienna Art Week, Parallel Vienna, im Belvedere 21, im musa (Wien Museum) sowie im Österreichischen Kulturforum London zu sehen.

Annika Eschmann, Detail_Iron Curtains, Economy of Attention and Metamorphosis, 222 x 365 cm, PLA,
drawing, 2021_ ©_Annika EschmannAnnika Eschmann
Phase 02 / 05. August – 29. AugustAnnika Eschmann’s künstlerische Praxis ist in Zeichnung und Druckgrafik verankert. Sie untersucht Prozesse der Übersetzung und Abstraktion im Bild sowie deren Einfluss, Grenzen und Potenziale. Im Mittelpunkt stehen dabei die Bedeutungen, die durch diese reproduktiven Prozesse entstehen und sich verändern.
Ihre Arbeiten wurden international in Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt, unter anderem im Österreichischen Kulturforum London, im Museum of Contemporary Art Skopje, bei AG18 Showcase Wien, konnektor – Forum für Künste Hannover, Galerija Kranjčar Belgrad sowie in der Galerie SteinGast Wien. Sie erhielt unter anderem 2025 den Preis des Landes Oberösterreich anlässlich des 39. Österreichischen Grafikwettbewerbs sowie Arbeitsstipendien des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung und des Landes Niederösterreich.
Annika Eschmann studierte Transdisziplinäre Kunst sowie Zeichnung und Druckgrafik an der Universität für angewandte Kunst Wien und Contemporary Art Practices am Srishti Institute of Art, Design and Technology in Bangalore.
PLANET H O.T. verbindet den Namen des Kunstraums mit der klimatischen Gegenwart des Sommers und dem in der Kunst geläufigen Kürzel „O.T.“ und öffnet einen Rahmen für zwei autonome, solitäre künstlerische Positionen.
PLANET H O.T. Summer Residency ist ein eigenständiges Sommerformat und endet Ende August.
English
PLANET H O.T. Summer Residency
During the regular summer closure, PLANET H shifts its exhibition space to the facade of the art space:
Natalia Gurova and Annika Eschmann will use the two high window reveals of the art space as an intervention space in two successive phases.
With Natalia Gurova and Annika Eschmann, two distinct artistic positions will be presented, appearing successively at the intersection of exhibition space and public space. Each artist develops their own precise artistic narrative language, which exists in its autonomy while simultaneously engaging in a subtle dialogue with one another.
Natalia Gurova
PHase 1 (July 11 – August 4)Natalia Gurova develops sculptural and installation works that explore the space between fiction, history, and social structures. Starting with questions of migration, queer identity, and memory, she uses materials such as wood, ceramics, metal, textiles, and found objects to explore processes of fragmentation, reconstruction, and recontextualization. Her works oscillate between body and object, opening up multifaceted narratives about belonging and transformation from a feminist and queer perspective.
Natalia Gurova, born in Belarus and raised in Russia, has lived and worked in Austria since 2014. She studied object sculpture at the Academy of Fine Arts Vienna and received the Academy’s ‚Würdigungspreis’ for her diploma project. Her work has been exhibited at venues including Vienna Art Week, Parallel Vienna, Belvedere 21, musa (Vienna Museum), and the Austrian Cultural Forum in London.
Annika Eschmann
PHase 02 (August 5–29)Annika Eschmann’s artistic practice is rooted in drawing and printmaking. She explores processes of translation and abstraction within images, as well as their influence, limitations, and potential. Her work focuses on the meanings that arise and transform through these reproductive processes.
Her work has been shown internationally in solo and group exhibitions, including at the Austrian Cultural Forum London, the Museum of Contemporary Art Skopje, AG18 Showcase Vienna, konnektor – Forum for Arts Hanover, Galerija Kranjčar Belgrade, and Galerie SteinGast Vienna. She has received, among other awards, 2025 the prize of the State of Upper Austria at the 39th Austrian Graphic Arts Competition and working grants from the Federal Ministry of Education, Science and Research and the State of Lower Austria.
Annika Eschmann studied Transdisciplinary Art as well as Drawing and Printmaking at the University of Applied Arts Vienna and Contemporary Art Practices at the Srishti Institute of Art, Design and Technology in Bangalore.
PLANET H O.T. Summer Residency combines the name of the art space with the current summer weather and the art abbreviation „O.T.“ (Untitled), creating a framework for two autonomous, individual artistic positions.
PLANET H O.T. Summer Residency is an independent summer format and ends at the end of August.
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VORSCHAUours, not mine
Eröffnung 6.September 2026 um 16:00
7. September bis 2. Oktober 2026es spricht Nina Schedlmayer
Nicole Pruckermayr / Sabina Hörtner

Nicole Pruckermayr, BAUM JEIN
Performance am 11. Oktober 2025, Graz/Reininghaus
Foto © Nr 10_ © Nikos Zachariadis
Sabina Hörtner, Weggehen in weiss, gelb und grün (Platanthera bifolia) 2025,
95 x 135 cm, Acryl auf Leinwand Foto © Robert Najar -
VORSCHAUPetra Lindenbauer
CONTAINING
extra
*Neben dem kuratierten Ausstellungsprogramm finden ein- bis zweimal jährlich von KünstlerInnen selbst organisierte künstlerische Formate statt.
Diese Ausstellungen entstehen mit Unterstützung von PLANET H, werden jedoch während ihrer Laufzeit unabhängig von der künstlerischen Leitung realisiert und sind daher als extra gekennzeichnet.*In addition to the curated exhibition program, artist – organized artistic formats will take place once or twice a year. These exhibitions are developed with the support of PLANET H, but are realized independently of the artistic director during their run and are therefore marked as extra.
Eröffnung 15.10.2026, 18:00
16. Oktober bis 30. OktoberDienstag bis Sonntag 15:00 – 18:30 und nach Vereinbarung

Petra Lindenbauer, Gefäße, 2026
Porzellan, h 21, dm 17 und 15cm
Foto © Petra Lindenbauer -
VORSCHAUAlmut Rink / Leung Chi Wo
Eröffnung: 8. November 2026 16:00.
9. November bis 11. Dezember 2026
Almut Rink, Detail / Bias, 2024, ink on paper, Foto © Almut Rink 
Leung Chi Wo ‚The Date Series‘
Screening of Bruce Lee’s Fist of Fury at Odeon Hounslow, London, 18 December 1973,
archival pigment print, 52 x 82 cm, 2023 © Leung Chi Wo -
VORSCHAUZwischenraum und das darin
Eröffnung: 10. Jänner 2027, 16:00 / doors open 15:00
11. Jänner bis 12. Februar 2027
Mo – Fr / 13:00 – 18:00Andrea Maria Krenn, Anya Triestram,
Christian Hutzinger, Tom Marseiler
Christian Hutzinger, Ohne Titel (CH 26/2021)
Acryl auf Leinwand, 70 x 70 cm
Foto: Lukas Dostal ©️ Christian Hutzinger & Bildrecht WienZwischenraum und das darin verweist auf einen Bereich, der sich einer unmittelbaren Festlegung entzieht. Zwischenräume werden häufig als Leerstellen verstanden – als das, was noch nicht besetzt oder gestaltet ist. Die in dieser Ausstellung gezeigten Arbeiten definieren sie jedoch als aktive Zonen der Wahrnehmung. Sie strukturieren Beziehungen, erzeugen Spannung und ermöglichen Nähe und Distanz.
Die Arbeiten von Anna Maria Krenn, Anya Triestram, Christian Hutzinger und Tom Marseiler begegnen einander in dieser Offenheit. Trotz unterschiedlicher Herangehensweisen teilen sie ein Interesse an Verdichtung durch Reduktion, an der Wirksamkeit der unscheinbaren ‚Leerstelle‘ und an einer Form von Präsenz, die nicht durch Behauptung entsteht, sondern durch Aufmerksamkeit.
In der japanischen Ästhetik ist Ma ein zentraler Begriff. Er beschreibt den bewusst gestalteten „Zwischenraum“ – also das, was nicht sichtbar oder nicht gefüllt ist. Anders als das westliche Verständnis von Leere als Abwesenheit oder Mangel begreift Ma den leeren Raum als bedeutungstragendes Element. Erst durch ihn treten Dinge in Beziehung zueinander und entfalten ihre Wirkung.
In Kunst, Architektur, Musik und im Alltag zeigt sich Ma in Pausen, Stille und Abständen. Diese bewusst gesetzten Leerstellen eröffnen den Betrachtenden oder Zuhörenden Raum für eigene Wahrnehmungen und Bedeutungen. Ma beschreibt somit nicht die Abwesenheit von Inhalt, sondern eine besondere Form der Präsenz: den negativen Raum, der Objekte miteinander verbindet, ihre Eigenständigkeit hervorhebt und Spannung entstehen lässt – er folgt keiner strengen Symmetrie, sondern einer dynamischen Balance, die sich von den häufig geometrisch geordneten Konzepten des europäischen Minimalismus unterscheidet.
Es wird der Zwischenraum selbst – weder leer noch passiv – zu einem Feld, in dem sich Verbindungen herstellen, Assoziationen bilden und neue Beziehungen zwischen Werk, Raum und BetrachterIn entfalten können.