• AKTUELL

    what the eye assumes – glauben wir, was wir sehen? 


    8. Juni bis 10. Juli 2026
    Mo – Fr / 13:00 – 18:00



    Barbara Tunkowitsch, Katarina Matiasek,
    Josef Fürpaß, Martin Gansberger, Hans Kupelwieser

    Barbara Tunkowitsch
Marble, drapes and dust (I)
175x140cm
2024
Öl auf Leinwand
Foto: (c) Simon Goritschnig
    Barbara Tunkowitsch, Marble, drapes and dust (I), Detail, 2024

    what the eye assumes – glauben wir, was wir sehen?‘ setzt bei jener Selbstverständlichkeit an, mit der visuelle Eindrücke als gegeben hingenommen werden. Es werden Sehgewohnheiten und deren Interpretationen, Routinen des Blicks und die Annahmen, die unser Wahrnehmen strukturieren, untersucht. 

    In den gezeigten Arbeiten von Barbara Tunkowitsch, Katarina Matiasek, Josef Fürpaß, Martin Gansberger und Hans Kupelwieser wird Sehen nicht als verlässliche Instanz verstanden, sondern als ein fragiler, von Erfahrung, Erwartung und Aufmerksamkeit geprägter Vorgang.

    Wir befinden uns inmitten eines Prozesses, dessen Entwicklung noch nicht absehbar ist. Algorithmen, Deepfakes, Wahrheit und „Trug“ sowie unablässig strömende Bilder überlagern und beschleunigen unsere Wahrnehmung – unser Sehen wird zunehmend prekär.

    Die Ausstellung thematisiert die stillen Annahmen des Blicks und die Spannung zwischen Gewohnheit, Erwartung und Irritation. Sie richtet den Fokus auf jenen Moment zwischen Bild und Bedeutung, in dem das Gesehene bereits als verstanden gilt – und auf unsere Bereitschaft, visuelle Informationen zu ordnen und als Gewissheiten zu interpretieren.

    In einer Gegenwart permanenter Bilderproduktion wird Sehen zu einer Handlung unter Zeitdruck. ‚what the eye assumes – glauben wir, was wir sehen?‘ zeigt Bildräume, in denen diese Geschwindigkeit verlangsamt und die Selbstverständlichkeit des Erkennens hinterfragt wird.

    In diesem Workshop wird der Prozess des Zeichnens einer Skulptur erlebt und praktiziert: Von der Linie zur Fläche, von der Fläche zum Volumen. Ausgangspunkt sind schnelle Zeichnungen mit Schablonen – durch wiederholtes Addieren, Variieren und Kombinieren entstehen komplexe, flächige oder räumliche Kompositionen.
    Mit, von Gansberger entwickelten, axonometrischen Zeichenmaschinen werden Perspektive, Struktur und Raumwirkung analysiert und erzeugt – eine analytische Auseinandersetzung mit dem Raum.

    Schablonen, Klebebänder, Papier und Stifte werden beigestellt.

    Um Anmeldung wird gebeten / begrenzte TeilnehmerInnenzahl

    Barbara Tunkowitsch / 16.06. 15:00 – 17:00

    Josef Fürpaß / 18.06. 15:00 – 17:00

    Martin Gansberger / 19.06. 16:00 – 18:00

    Katarina Matiasek / 25.6. 16:00 – 18:00

    Katarina Matiasek / Barbara Tunkowitsch / Josef Fürpaß / Martin Gansberger / Hans Kupelwieser


  • VORSCHAU

    ours, not mine

    Nicole Pruckermayr / Sabina Hörtner

    Nicole Pruckermayr, BAUM JEIN
Performance am 11. Oktober 2025, Graz/Reininghaus
Foto © Nr 10_ (C) Nikos Zachariadis
    Nicole Pruckermayr, BAUM JEIN
    Performance am 11. Oktober 2025, Graz/Reininghaus
    Foto © Nr 10_ © Nikos Zachariadis
    Sabina Hörtner, Weggehen in weiss, gelb und grün (Platanthera bifolia) 2025, 95 x 135 cm, Acryl auf Leinwand Foto © Robert Najar
    Sabina Hörtner, Weggehen in weiss, gelb und grün (Platanthera bifolia) 2025,
    95 x 135 cm, Acryl auf Leinwand Foto © Robert Najar


  • VORSCHAU

    Petra Lindenbauer

    CONTAINING

    Eröffnung 15.10.2026, 18:00
    16. Oktober bis 30. Oktober

    Dienstag bis Sonntag 15:00 – 18:30 und nach Vereinbarung

    Petra Lindenbauer, Gefäße, 2026
Porzellan, h 21, dm 17 und 15cm
Foto © Petra Lindenbauer
    Petra Lindenbauer, Gefäße, 2026
    Porzellan, h 21, dm 17 und 15cm
    Foto © Petra Lindenbauer


  • VORSCHAU

    Almut Rink / Leung Chi Wo

    Almut Rink, Detail / Bias, 2024, ink on paper, Foto © Almut Rink
    Almut Rink, Detail / Bias, 2024, ink on paper, Foto © Almut Rink
    Screening of Bruce Lee’s Fist of Fury at Odeon Hounslow, London, 18 December 1973, archival pigment print, 52 x 82 cm, 2023 © Leung Chi Wo
    Leung Chi Wo ‚The Date Series‘
    Screening of Bruce Lee’s Fist of Fury at Odeon Hounslow, London, 18 December 1973,
    archival pigment print, 52 x 82 cm, 2023 © Leung Chi Wo

  • VORSCHAU

    Zwischenraum und das darin

    Eröffnung: 10. Jänner 2027, 16:00 / doors open 15:00

    11. Jänner bis 12. Februar 2027
    Mo – Fr / 13:00 – 18:00

    Andrea Maria Krenn, Anya Triestram,
    Christian Hutzinger, Tom Marseiler

    Christian Hutzinger
Ohne Titel (CH 26/2021)
Acryl auf Leinwand
70 x 70 cm
Foto: Lukas Dostal
©️ Christian Hutzinger & Bildrecht Wien

    Christian Hutzinger, Ohne Titel (CH 26/2021)
    Acryl auf Leinwand, 70 x 70 cm
    Foto: Lukas Dostal ©️ Christian Hutzinger & Bildrecht Wien

    Zwischenraum und das darin verweist auf einen Bereich, der sich einer unmittelbaren Festlegung entzieht. Zwischenräume werden häufig als Leerstellen verstanden – als das, was noch nicht besetzt oder gestaltet ist. Die in dieser Ausstellung gezeigten Arbeiten definieren sie jedoch als aktive Zonen der Wahrnehmung. Sie strukturieren Beziehungen, erzeugen Spannung und ermöglichen Nähe und Distanz.

    Die Arbeiten von Anna Maria Krenn, Anya Triestram, Christian Hutzinger und Tom Marseiler begegnen einander in dieser Offenheit. Trotz unterschiedlicher Herangehensweisen teilen sie ein Interesse an Verdichtung durch Reduktion, an der Wirksamkeit der unscheinbaren ‚Leerstelle‘ und an einer Form von Präsenz, die nicht durch Behauptung entsteht, sondern durch Aufmerksamkeit.

    In der japanischen Ästhetik ist Ma ein zentraler Begriff. Er beschreibt den bewusst gestalteten „Zwischenraum“ – also das, was nicht sichtbar oder nicht gefüllt ist. Anders als das westliche Verständnis von Leere als Abwesenheit oder Mangel begreift Ma den leeren Raum als bedeutungstragendes Element. Erst durch ihn treten Dinge in Beziehung zueinander und entfalten ihre Wirkung.

    In Kunst, Architektur, Musik und im Alltag zeigt sich Ma in Pausen, Stille und Abständen. Diese bewusst gesetzten Leerstellen eröffnen den Betrachtenden oder Zuhörenden Raum für eigene Wahrnehmungen und Bedeutungen. Ma beschreibt somit nicht die Abwesenheit von Inhalt, sondern eine besondere Form der Präsenz: den negativen Raum, der Objekte miteinander verbindet, ihre Eigenständigkeit hervorhebt und Spannung entstehen lässt – er folgt keiner strengen Symmetrie, sondern einer dynamischen Balance, die sich von den häufig geometrisch geordneten Konzepten des europäischen Minimalismus unterscheidet.

    Es wird der Zwischenraum selbst – weder leer noch passiv – zu einem Feld, in dem sich Verbindungen herstellen, Assoziationen bilden und neue Beziehungen zwischen Werk, Raum und BetrachterIn entfalten können.